Gut Ding will Weile haben. So verhält es sich auch mit guter Musik. Um einen Musikstil über seine Genregrenzen hinaus
zu entwickeln und ihm einen gewissen zeitlosen Charakter zu verleihen, welcher ihn loslöst von Trends und zeitgenössischem
Schubladendenken, bedarf es nicht zuletzt eines langen Reifungsprozesses. Sowohl des Musikers, als auch der Musik selbst,
welche erst durch endloses Experimentieren mit den verschiedenen Möglichkeiten des kreativen Spektrums der Musik ihre volle
Individualität entfalten kann.
Diese Zeit nahmen sich auch die drei Musiker von flat daisy. Bereits 1993 von Manuel Bauer (voc/git), Mirza Kapidzic (Bass)
und Jan-Hendrik Köbel (Drums) gegründet und damals in erster Linie vom Metal inspiriert, begannen die damaligen Teenager ihren
Idolen nachzueifern und somit ihrem Frust über ein ihren Lebensansichten weitestgehend verständnislos gegenüberstehenden Umfeld,
auf ihre Art und Weise Ausdruck zu verleihen. Während sie begannen, die ersten Bühnen lokaler Clubs zu bespielen, zunächst mit
Coversongs, später dann mit ersten Eigenkompositionen, wurden sie Zeugen zahlreicher Veränderungen in der Rockmusik.
Beeinflusst durch diese Entwicklungen änderte sich auch der Stil von flat daisy zu dieser Zeit recht häufig und schwankte zwischen
klassischem Metal und dreckigem Grungesound. Da die drei jedoch merkten, dass diese Trends sehr schnelllebig und im Endeffekt sehr
substanzlos waren, entwickelte sich recht bald eine Einstellung in ihnen, welche sie bis heute prägt.
Sie waren es leid, ihre Musik an Trends und dem aktuellen Musikgeschehen zu messen und waren fortan bestrebt, ihre Songs so unverfälscht
und so emotional wie möglich zu schreiben und ihrer Musik damit ein individuelles Gesicht zu verleihen. Es verging eine lange Zeit des
Experimentierens, während der sich die emotionale Härte mit dem musikalischen Geschick langsam zu einem Stil festigte, den man heute
nicht mehr in eine spezielle Schublade stecken kann.
Nach jahrelanger Live-Präsenz in regionalen Clubs, zahlreichen Studio-Aufnahmen, aus denen unter anderem die von Thorsten Nestroy
produzierte DEMO-EP 2003 hervorging, wurde der Ruf nach einem kompletten Album immer lauter. Auch die Band sah sich im Jahre 2004
nun an einem Punkt angekommen, an dem es an der Zeit war, die Essenz ihres musikalischen Schaffens der vergangenen Jahre auf einen
Tonträger zu bannen.
So wurde im Oktober 2004 das Debüt-Album "Between Good Will And Lethargy" in den Hamburger 02 Studios unter der Regie von
Oliver "Olman Viper" Wiebe eingespielt. Dieses ist seit März 2005 über diese Website erhältlich. Über die nächsten zwei Jahre folgten
diverse Auftritte, die sich weit über die Stadtgrenzen hinaus erstreckten und flat daisy konnte sich eine kleine aber feine Fanbase in
ganz Deutschland erspielen.
Nach dem letzten Auftritt in dieser wichtigen Phase der Band im November 2006 zog sich flat daisy aus der Öffentlichkeit zurück mit dem Gedanken, an neuem
Material zu arbeiten und ein zweites Album aufzunehmen. Doch auch an flat daisy gingen die Alltagsprobleme des Lebens nicht spurlos vorüber.
Zahlreiche Einschnitte ins Privatleben der Bandmitglieder, positive wie negative, verzögerten das Vorankommen und so vergingen mehr als zwei Jahre
ohne ein konkretes Lebenszeichen der Band. Während sich Gerüchte über eine Trennung breit machten, war die Band jedoch immer am Rande ihrer Möglichkeiten
tätig, schrieb neue Songs, probte und plante zukünftige Schritte. Nach vielen Hochs und Tiefs, aus denen die Band gestärkt hervorgeht, kehrt flat daisy
nun im Mai 2009 erstmals auf die Bühne zurück, um der Öffentlichkeit Auszüge aus ihrem kreativen Schaffen der vergangenen zwei Jahre zu präsentieren. Es werden Auftritte folgen
und die Aufnahme eines zweiten Albums ist noch für dieses Jahr geplant.
Discografie:
- 2000 Not Yet EP
- 2003 Demo EP
- 2005 Between Good Will and Lethargy